Zinskommentar August 2018

Entwicklung der Wirtschaft

Deutschland:

Das ifo Geschäftsklima trübte sich im Juli geringfügig ein, und zwar von 101,8 auf 101,7. Zusammen mit der Stagnation des Vormonats ergibt sich das Bild einer Stabilisierung. Die Geschäftserwartungen sanken von 98,5 auf 98,2 und verzeichneten somit ihren achten Rückgang in Folge. Die Lageeinschätzung verbesserte sich indes leicht von 105,2 auf 105,3. Das GfK Konsumklima für August trübte sich geringfügig ein, und zwar von 10,7 auf 10,6.

China:

Die Gewinne in der Industrie kletterten im Juni um 20,0 % (ggü. Vorjahr), nach einem Plus von 21,1 % im Mai.

USA:

Das BIP-Wachstum beschleunigte sich im zweiten Quartal deutlich, und zwar auf 4,1 % (ggü. Vorquartal, annualisiert) nach 2,2 % im ersten Quartal. Als wichtigste Wachstumsstütze erwies sich einmal der private Konsum, zudem trug der Außenhandel signifikant zum Wachstum bei. Ein unerwarteter Einbruch der Lagerinvestitionen wirkte dagegen belastend. Die Verkäufe bestehender Häuser sanken im Juni um 0,6 % (ggü. Vormonat), nach -0,7 % im Mai. Die Häuserpreise kletterten im Vorjahresvergleich um 5,2 % auf ein Rekordhoch. Die Neubauverkäufe knickten im Juni um 5,3 % (ggü. Vormonat) ein, nach +3,9 % im Mai. Die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter stiegen im Juni um 1,0 % (ggü. Vormonat), nach -0,3 % im Mai. Die Aufträge für zivile Kapitalgüter, die als Indikator für die Investitionstätigkeit dienen, stiegen bereits den dritten Monat in Folge, und zwar um 0,6 %, nach +0,7 % im Vormonat.

Swap-Chart Juli 2018

 

Aktuelles aus dem Finanzsektor 

Ereignisse 

Die EZB hat in der Woche zum 6. Juli (KW 27) Anleihen des öffentlichen Sektors im Volumen von 3,0 Mrd. Euro (seit März 2015: 2.015 Mrd. Euro) gekauft. Sie erwarb zudem Unternehmensanleihen im Volumen von 0,8 Mrd. Euro. In einer Anhörung vor dem Europaparlament hat EZB-Chef Draghi erneut betont, dass die Notenbank hinsichtlich des geldpolitischen Kurses geduldig, beharrlich und vorsichtig vorgehen müsse. Draghi sieht den soliden Konjunkturaufschwung als intakt an, konstatierte jedoch zugleich zunehmende Risiken seitens des Protektionismus. Bezüglich der Inflation sei die Zuversicht gewachsen, dass sich diese auf dem von der EZB gewünschten Pfad bewege. 


Quellen: fdi / dpa / Reuters / Marktüberblick LBBW Research / Chart: Handelsblatt
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