Zinskommentar Mai 2018

Entwicklung der Wirtschaft

Deutschland:

Die ZEW Konjunkturerwartungen sackten im April von +5,1 auf -8,2 ab und erreichten damit den niedrigsten Wert seit November 2012. Die Einschätzung der aktuellen Lage trübte sich leicht ein, und zwar von 90,7 auf 87,9. Die Produzentenpreise stiegen im März um 1,9 % (ggü. Vorjahr), nach +1,8 % im Februar

China:

Das BIP wuchs im ersten Quartal um 6,8 % (ggü. Vorjahr) und damit ebenso stark wie im vierten Quartal 2017. Die Industrieproduktion wurde im März um 6,0 % (ggü. Vorjahr) gesteigert, nach zuvor +6,2 %. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März um 10,1 % (ggü. Vorjahr), nach zuvor +9,4

 

USA:

Die Einzelhandelsumsätze legten im März um 0,6 % (ggü. Vormonat) zu, nach -0,1 % im Februar. Die Industrieproduktion kletterte im März um 0,5 % (ggü. Vormonat), nach einem Anstieg um 1,0 % im Februar. Die Baubeginne stiegen im März um 1,9 % (ggü. Vormonat), nach einem Rückgang um 3,3 % im Februar. Der Philadelphia Fed Index verbesserte sich im April von 22,3 auf 23,2. Laut Beige Book der US-Notenbank expandiert die US-Wirtschaft weiterhin mit einem mäßigen bis moderaten Tempo, einige Geschäftskontakte äußerten jedoch Sorgen wegen der Handelsstreitigkeiten. Der Arbeitsmarkt sendete vor allem im hoch qualifizierten Segment zunehmend Knappheitssignale, der Lohndruck blieb jedoch in der Summe gemäßigt.

 

Swap-Chart April 2018

 

Aktuelles aus dem Finanzsektor 

Ereignisse 

 

Als jüngstes Zeichen des Entgegenkommens mit Blick auf die Forderungen der US-Regierung hat Chinas Regierung angekündigt, Eigentumsbeschränkungen für ausländische Investoren im Automobilsektor und im Flugzeugbau schrittweise bis 2022 zu lockern, die bisher zwingend ein Joint-Venture mit einem chinesischen Partnerunternehmen vorsahen. US-Finanzminister Mnuchin begrüßte das Entgegenkommen Chinas und deutete die Möglichkeit einer China-Reise an, um über die aktuellen Handelsstreitigkeiten zu verhandeln, ohne jedoch einen konkreten Termin zu nennen.

 

Die EZB hat in der Woche zum 13. April (KW 15) Anleihen des öffentlichen Sektors im Volumen von 10,2 Mrd. Euro (seit März 2015: 1.964 Mrd. Euro) gekauft. Sie erwarb zudem Unternehmensanleihen im Volumen von 0,8 Mrd. Euro.

 

Die Europäische Zentralbank hat ihre Geldpolitik wie erwartet bestätigt. Die EZB hielt sowohl an ihren Leitzinsen als auch am Volumen der monatlichen Anleihekäufe sowie am Ausblick für die Entwicklung dieser geldpolitischen Instrumente fest. Damit liegt der Hauptrefinanzierungssatz weiter bei 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25 Prozent und der Satz für Überschusseinlagen bei der EZB bei minus 0,40 Prozent.

 


Quellen: fdi / dpa / Reuters / Marktüberblick LBBW Research / Chart: Handelsblatt
Für die in dem Artikel verwendeten Zahlen und Fakten übernimmt die GVV mbH keine Haftung.