Zinskommentar Dezember 2018

Entwicklung der Wirtschaft

Deutschland: 

Die Auftragseingänge in der Industrie stiegen im Oktober um 0,3 % (ggü. Vormonat), nachdem sie im September um 0,1 % zugelegt hatten. Die Industrieproduktion sank im Oktober um 0,5 % (ggü. Vormonat), nach einem Plus von 0,1 % im September.

Eurozone:

Die Produzentenpreise kletterten im Oktober um 4,9 % (ggü. Vorjahr) und damit so stark wie zuletzt im November 2011, nach +4,6 % im September. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Oktober um 1,7 % (ggü. Vorjahr), nach +0,3 % im September.

China:

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor schnellte im November von 50,8 auf 53,8 empor. Die Devisenreserven stiegen im November um gut 8 Mrd. USD auf 3.062 Mrd. USD. Die Exporte stiegen im November um 10,2 % (ggü. Vorjahr, in Yuan), nach +20,0 % im Oktober.

USA:

Der ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe verbesserte sich im November von 57,7 auf 59,3. Der Index für den Dienstleistungssektor legte ebenfalls zu, und zwar von 60,3 auf 60,7. Der Beschäftigungsaufbau hat sich im November auf 155 Tsd. (ggü. Vormonat) verlangsamt, nach 237 Tsd. im Oktober. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,7 %, während die Stundenlöhne mit +0,2 % (ggü. Vormonat) leicht enttäuschten. Das Handelsbilanzdefizit weitete sich im Oktober auf 55,5 Mrd. USD aus, nach 54,6 Mrd. USD im September. Laut Beige Book der US-Notenbank ist die Wirtschaft in weiten Teilen des Landes weiterhin mit mäßiger bis moderater Geschwindigkeit unterwegs. Eine wachsende Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften begrenze zunehmend die Wachstumsaussichten. Der Inflationsdruck wird als in weiten Teilen mäßig beschrieben.

Swap-Chart November 2018

 

Aktuelles aus dem Finanzsektor 

Ereignisse:  

Nach langen Diskussionen hat die Eurogruppe im Kern dem von Deutschland und Frankreich vorgelegten Reformplan für den Euroraum zugestimmt - darunter einem Sicherheitsnetz für den gemeinsamen Bankenabwicklungsmechanismus und eine Stärkung des ESM. In Sachen Euroraum-Budget verwiesen die Finanzminister eine Verständigung an die Staats- und Regierungschefs. Nach dem Willen der Euro-Finanzminister sollen die Werbeerlöse großer Digitalkonzerne ab 2021 mit 3 % versteuert werden, sofern zuvor auf OECD-Ebene keine einheitliche Regelung gefunden wird. Frankreich und Deutschland wollen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer vorantreiben, die jedoch nur für Aktien gelten soll. Die Einnahmen sollen in den EU-Haushalt fließen und die Beitragszahlungen der Mitgliedstaaten mindern.

Die Netto-Anleihekäufe der EZB im öffentlichen Sektor beliefen sich in der Woche zum 30. November (KW 48) auf 0,2 Mrd. Euro (seit März 2015: 2.096 Mrd. Euro). Die EZB erwarb zudem Unternehmensanleihen im Volumen von 0,6 Mrd. Euro.

 


Quellen: fdi / dpa / Reuters / Marktüberblick LBBW Research / Chart: Handelsblatt
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